Messtechnik von A - Z
A
 Akkreditierung
Akkreditiert durch die Akkreditierungsstelle des DKD (Deutscher Kalibrierdienst) bei der Physikalisch Technischen Bundesanstalt (PTB) gemäß DIN EN ISO/IEC 17025, Anforderungen an die Kompetenz von Prüf- und Kalibrierlaboratorien.

B
 Begutachtung
Grundlage hierfür bildet die regelmäßige Begutachtung des DKD-Kalibrierlaboratoriums (alle 18 Monate) durch den Fachbegutachter der Akkreditierungsstelle. Des Weiteren sind neben den Begutachtungen Vor-Ort auch sogenannte Ringvergleiche gefordert, an denen in festgelegten Intervallen teilgenommen wird. Die Ergebnisse dieser Ringvergleiche werden vom Fachbegutachter ausgewertet und dienen somit ebenfalls einer Kontrolle

C
 Cooperation
Der DKD ist Unterzeichner der multilateralen Übereinkommen der European co-operation for
Accreditation (EA) und der International Laboratory Accreditation Cooperation (ILAC) zur gegenseitigen Anerkennung der Kalibrierscheine.

D
 DKD
Deutscher Kalibrierdienst (DKD) gegründet 1977, mit Weltweit akkreditierten Kalibrierlaboratorien. Sie übernehmen den Hauptteil der am Markt gefragten Kalibrierungen für ein weites Spektrum an Messgrößen, während sich die PTB auf relativ wenige Kalibrierungen, dann aber mit höchsten Anforderungen konzentrieren kann.
Die DKD-Stellen sind keine Staatlichen Stellen im Sinne der Eichämter, sondern sind meist Industrielle ungebundene Institutionen

E
 Eichen
Bei einer Eichung muss jedes einzelne Gerät der zuständigen Eichbehörde vorgestellt werden. Dabei wird geprüft, ob das vorgelegte Messgerät der Eichordnung und der PTB-Zulassung oder bei allgemein zugelassenen Messgeräten den anerkannten Regeln der Technik entspricht. Außerdem muss das Gerät die in der Eichordnung festgelegten Eichfehlergrenzen einhalten. Um die Einheitlichkeit in den verschiedenen Bundesländern zu sichern, arbeiten die Eichbehörden auf technischem Gebiet eng mit der PTB zusammen. Eichämter sind staatliche Stellen die auf Grundlage des Eichgesetzes die dort genannte Überprüfung der Messgeräte durchzuführen haben.
F
 Fehlergrenzen
Von Geräteherstellern vordefinierte Werte, die bei der Kalibrierung inklusive Messunsicherheitsanteile nicht überschritten werden dürfen. Werden diese Werte überschritten, sind zunächst eine Justierung und anschließend eine Kalibrierung nötig.

G
 Glaubwürdigkeit
Kalibrieren darf im Grundsatz jeder. Um das Messergebnis in einem glaubhaften Rahmen zu halten sind die unterschiedlichsten Kriterien einzuhalten. Sie betreffen z.B. Kalibriereinrichtingen, Personal, Kalibrierverfahren, Umgebungsbedingungen usw. Diese Kriterien sind in der DIN EN ISO/IEC 17025, Anforderungen an die Kompetenz von Prüf- und Kalibrierlaboratorien festgelegt und werden mittels Audits auf Einhaltung überprüft.

H
 Hierarchie
Die Kalibrierhierarchie gliedert sich meist in fünf Unterkategorien. An erster und oberster Stelle stehen die Nationalen Normale, die sich in unserem Fall bei der PTB in Braunschweig befinden. An der zweiten Stelle folgen die Bezugsnormale, die direkt von den Nationalen Normalen mittels Vergleichsmessungen abgeleitet werden. An dritter Stelle folgen die Gebrauchs- und Werksnormale, die wiederum von den Bezugsnormalen abgeleitet werden. An vierter Stelle stehen dann erst die eigentlichen Messmittel im Unternehmen. An letzter Stelle folgen die hergestellten Produkte.

I
 Istwerterfassung
Wird bei einem Kalibriergegenstand bei der Eingangskalibrierung festgestellt, dass die vom Hersteller angegebenen Toleranzgrenzen nicht eingehalten werden, wird eine Istwerterfassung durchgeführt. Anschließend wird der Kalibriergegenstand erst Justiert und danach erfolgt die eigentliche Kalibrierung. Die Daten dieser Istwerterfassung werden im DKD-Kalibrierschein als Anlage beigefügt.

J
 Justierung
Justieren ist das Einstellen oder Abgleichen eines Messgerätes um systematische Messabweichungen so weit zu beseitigen, wie es für die vorgesehene Anwendung erforderlich ist. Justierung erfordert einen Eingriff, der das Messgerät bleibend verändert. Eine Justierung ist häufig notwendig, nachdem eine vorherige Kalibrierung inakzeptable Messabweichungen ergeben hat. Die erfolgreiche Beseitigung der Messabweichung muss durch eine anschließende neuerliche Kalibrierung nachgewiesen werden.

K
 Kalibrieren
Kalibrieren bedeutet, dass die Abweichung der Anzeige des Messgerätes vom richtigen Wert der Messgröße ermittelt wird. Dabei legt man dem Gerät ein Objekt mit bekannten Nassen vor. Ein so genanntes Normal bestimmt die Abweichung der Anzeige vom bekannten Maß. Das Ergebnis und die zugehörige Messunsicherheit werden in einem Kalibrierschein festgehalten.

L
 Labor
Das DKD-Kalibrierlabor der Firma AKS-Messtechnik GmbH muss die geforderten Richtlinien in Bezug auf Luftfeuchtigkeit sowie Temperatur einhalten. Wir arbeiten seit 1998 bereits mit den modernsten Messmitteln und Equipment und können somit sicherstellen, dass die geforderten Kriterien eingehalten werden. Des Weiteren sind wir mit unserem Kalibrierlabor in der Lage auch DKD-Kalibrierungen ?Vor-Ort? durchzuführen. Hierbei ist allerdings eine minimal größere Messunsicherheit zu berücksichtigen.

M
 Messunsicherheit nach GUM
Die Kunst des Kalibrierens liegt in der Aufbereitung und Verdichtung der bei der Messwertaufnahme gewonnenen Daten. Um eine Sicherheit über das Verhalten des Druckmessgerätes zu bekommen ist eine mathematische Betrachtung unumgänglich. Dadurch kann jedem Messwert zusätzlich ein Intervall ? die erweiterte Messunsicherheit ? beigeordnet werden. Den theoretischen Hintergrund für die Messunsicherheitsberechnung findet man im GUM (Guide of the Expression of Uncertainty).

N
 Normale
Will man Dinge miteinander vergleichen, muss man auf irgendeine Art und Weise messen. Auf seinen Ursprung zurückzuführen, bedeutet das den Vergleich der Dinge mit einem Normal. Auch Bezugsnormale können noch keinesfalls zum praktischen Messen verwendet werden. Sie dienen lediglich dazu, für die Unternehmen nochmals Bezugsnormale oder auch Gebrauchsnormale zu kalibrieren. Auch sie stellen keinesfalls die für die tägliche Arbeit verwendeten Messgeräte dar. Der Namensanteil ?Normal? deutet das ja an. An diese ?Gebrauchsnormale? schließt das Kalibrierlabor nun die Prüfmittel des Betriebes an. Es gibt also eine ganze Hierarchie von Normalen.

O
 Onsite-Service
Als Onsite-Service wird die Kalibrierung beim Kunden ?Vor-Ort? bezeichnet. Unser Onsite-Service ist einer der wenigen, die in Deutschland für die Kalibrierung vor Ort akkreditiert sind. Hierbei werden Warte- und Ausfallzeiten minimiert. Auch der Transport von großen oder empfindlichen Messapparaturen kann somit entfallen.

P
 Prüfmittelüberwachung
Durch die Prüfmittelüberwachung (PMÜ) wird die regelmäßige Kalibrierung der Prüfmittel und damit die Rückführbarkeit der Messergebnisse auf nationale Normale gewährleistet. Diese vorgehensweise entspricht den ?anerkannten Regeln der Technik?, wie sie den einschlägigen nationalen und internationalen Regelwerken, Normen, behördlichen Vorschriften und vertraglichen Vereinbarungen zugrunde liegen. Die Richtigkeit der Ergebnisse eines Prüfmittels wird über die Dokumentation nachgewiesen.

Q
 QM-System
Durch ständig durchgeführte Verbesserungen, Weiterbildungen und Schulungen sowie Beurteilungen wird ein Qualitätsmanagement-System aufrecht erhalten, das jederzeit auf Wirksamkeit von Änderungen überprüft werden kann.

R
 Rückführung
Sämtliche im Unternehmen eingesetzten Messmittel unterliegen einer Rückverfolgbarkeit auf das Nationale Normal (PTB). Für die Messgröße Druck werden hierfür meist Kolbenmanometer im DKD-Kalibrierlabor eingesetzt, die ebenfalls innerhalb festgelegter Intervallen zwecks Rückführung bei der PTB rekalibriert werden müssen.

S
 Standardabweichung
Die Messunsicherheit enthält im Allgemeinen viele Komponenten. Einige dieser Komponenten können aus der statistischen Verteilung der Ergebnisse einer Messreihe ermittelt und durch empirische Standardabweichungen gekennzeichnet werden. Die anderen Komponenten, die ebenfalls durch Standardabweichungen charakterisiert werden können, werden aus angenommenen Wahrscheinlichkeitsverteilungen ermittelt, die sich auf Erfahrung oder andere Informationen gründet.

T
 Transfernormal
Als Transfernormal werden häufig elektrische Druckmessgeräte genutzt. Diese Transfer- oder Gebrauchsnormale sind über die laboreigenen Kolbenmanometer indirekt auf das Nationale Normal rückgeführt und werden in der Regel jährlich kalibriert.

U
 Unsicherheiten
Unsicherheit ist der dem Ergebnis zugeordnete Parameter, der die Streuung der Wert kennzeichnet, die vernünftigerweise der Messgröße zugeordnet werden können. Bei einem definierten Messverfahren addieren sich unterschiedliche Unsicherheitsanteile zur sogenannten Messunsicherheit zusammen.

V
 Validiert
Wie viele Messwerte müssen überprüft werden, um eine glaubhafte Aussage über einen Kalibriergegenstand geben zu könne? Diese und viele weitere Vorgehensweisen werden in der Richtlinie DKD-R 6-1 detailliert beschrieben. Die Auswertung der Kalibrierergebnisse erfolgt mittels Validierter Software.

W
 Werkskalibrierung
Werkskalibrierung werden durchgeführt bei Kalibriergegenständen die nicht der DKD-Kalibrierrutine unterliegen. Hierbei werden wesentlich weniger Messpunkte angefahren und die Auswertung ist nicht so aufschlussreich wie bei DKD-Kalibrierungen. Diese Kalibrierungen werden im Aspekt auf DIN EN ISO 9000 nicht als Kalibriernachweis anerkannt.

X
 X-Wert
Ist die Anzeige eines definierten Wertes auf der X-Achse eines Koordinatensystems. In unserem Fall die Angabe der Druckwerte in der Einheit bar.

Y
 Y-Wert
Ist die Anzeige eines definierten Wertes auf der Y-Achse eines Koordinatensystems. In unserem Fall die Angabe der Abweichung und Messunsicherheit in der Einheit mbar.

Z
 Zertifikat
Mit der Ausgabe sämtlich aufgezeichneter Daten in einem Zertifikat endet für Sie die Kalibriertätigkeit in unserem Unternehmen. Sie erhalten Ihr Messgerät mit einem DKD-Kalibrierschein oder einem Werkskalibrierschein wieder zurück und wir hoffen, Sie als einen zufriedenen Kunden zu behalten.

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